Info(Werbe)veranstaltung zum BIG/ARE Bauvorhaben in der Engerthstraße 216 (07.03.2017)

Anwesende:
BEZIRKSVERTRETUNG von den Grünen: Uschi LICHTENEGGER, Adi HASCH (Mitveranwortlich für den Bau in der Engerthstraße!), Petra GALKOVA (Vertreterin der Grünen: Bauausschuss)
ARE GmbH-Immobilienverwertung der BIG: Thorsten MÖRK (Asset Manager: Vermarktung),  Til NOSKE (Architekt: zuständig für Engerthstraße)
GANGOLY & KRISTINER: Irene KRISTINER (Architektin der Engerthstraße 216)
MA 68 – Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz: Dieter HEGER (Gebäudemanagement)
MA 34 – Bau- und Gebäudemanagement: Oliver BERKOVIC (?)
KAUFMANN.WANAS ARCHITEKTEN: Herr Oliver KAUFMANN (Architekt der Feuerwehr)
schmerzlich vermisst wurde Herr Fallenbügel als Vertreter des Sozialbaus.

Agenda der Info(Werbe)veranstaltung:

  • Einleitende Worte von Frau Lichtenegger: sie freut sich, dass so viele Interessenten gekommen sind. Sie fühlt sich dadurch darin bestärkt, dass hier ein gutes, leistbares Wohnprojekt entstehen wird, keine Luxuswohnungen. Die Grünen sind sehr bemüht, die BürgerInnen in den Prozess einzubeziehen und die Drittelregelung einzuhalten, sodass für alle Einkommensschichten Wohnungen entstehen.
  • Vorstellung der Bauprojekte Feuerwehr und Engerthstraße 216 aus Sicht der Architekten und der Bauträger, sowie im Fall des Wohnprojekts auch des Assetmanagers (wirtschaftl. Führung). Die Feuerwehr und der Wohnbau werden gemäß Plan unverändert umgesetzt.
    Wohnbau: es werden 162 frei finanzierte Mietwohnungen entstehen, im Untergeschoss Engerthstraße ein Kindergarten mit Freibereich, im Unterschoss Vorgartenstraße ein Nahversorger. Der gesamte Bau wird unterkellert mit Tiefgaragen, die Garageneinfahrt kommt in der Vorgartenstraße. 5 verzahnte Wohnblöcke werden entstehen, mit verzahntem Grünbereich, die beiden Wohnblöcke in der Mitte (BK2 und BK3) gegenüber vom Sozialbauspielplatz werden 34 m Höhe und 24 m Höhe haben. Die Bäume kommen alle weg, bis auf 3 Bestandsbäume entlang der Vorgartenstraße.
    Vergabe der Wohnungen über EHL-Immobilien GmbH.
    Feuerwehr: Einfahrt kommt auch in die Vorgartenstraße. Eine Reserveeinfahrt kommt in die Engerthstraße.
  • Diskussion zu Fragen und Stellungnahmen aus dem Auditorium der Interessenten und betroffenen Anrainer:

Frage: Entstehen hier wirklich leistbare Wohnungen? Wurde auf die Drittelregelung (geförderte/frei finanzierte (Miete/Eigentum)) Wohnungen Rücksicht genommen?

Antwort von Herrn Mörk: Die Wohneinheiten werden variieren zwischen sehr klein (32-35m2) bis groß (Familienwohnungen). Quadratmeterpreis netto: ab 10,5/m2, nach oben offen (wie bei allen frei finanzierten Neubaumieten). (für 35 m2 Nettomiete: ab 367,50 Euro netto!) Ausstattung mit Küche.

Antwort von Frau Lichtenegger: Nein, auf die Drittelregelung wurde keine Rücksicht genommen, da habe sie sich in der Einleitung geirrt. Ob diese Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen leistbar sein werden bleibt offen.

Frage: Wann ist der Baubeginn? Wie lange dauert die Bauphase für die Feuerwehr und den Wohnbau? Wird auf die Lärmbelastung besser Rücksicht genommen als jetzt beim Bau der Feuerwehr?, wo z.T. bis 22 Uhr gearbeitet wird mit extremer Licht/Lärmbelastung für die Anrainer?

Anwort von Herrn Mörk/Noske/Kaufmann etc.: Baubeginn Wohnbau: sobald der Baubescheid da ist. Vorauss. im Juni 2017. Anprojektiertes Bauende: Ende 2018/Anfang 2019; Feuerwehr: Bau hat schon begonnen, Ende: Mitte 2019.

Bauzeiten bei der Feuerwehr lt. Bauordnung: Mo-Fr: 06:00-22:00 Uhr, Sa: 06:00-14:00 Uhr. Einwand aus dem Auditorium: innerhalb bewohnten Gebietes sieht die Wr. Bauordnung Zeiten von Mo-Fr: 08:00-20:00 Uhr vor. Zuständig ist die MA 46 und/oder MA 28. Bitte dort erkundigen.

Frage: Wann wird gerodet? Hätte es nicht die Möglichkeit gegeben, auf die Erhaltung des derzeitigen Baumbestandes Rücksicht zu nehmen? Warum wurde das nicht gemacht? Was ist mit dem Schutz der Vögel in den Bäumen?

Antwort von Frau Kristiner: Gerodet wird mit Baubeginn, das wurde vorgeschrieben. ARE wollte roden, bevor die Bäume grünen, um Vögel zu schützen, das wurde leider untersagt.

Leider gab es keine Möglichkeit, auf den Baumbestand Rücksicht zu nehmen, da lt Bauordnung Stellplätze für Autos vorgeschrieben sind, die eine Tiefgarage erforderlich machen, womit die für den Altbaumbestand erforderliche Erdkerntiefe nicht gewährleistet ist. Die Bäume wurden begutachtet, 22 Bäume sind krank und müssen ohnehin gefällt werden ;-). Aber (zum Trost) wird es Neupflanzungen geben und begrünte Flachdächer. Es wird sehr schön werden, warten Sie ab.

Statement aus dem Auditorium: Es ist ein hässlicher Bau, wir werden bei einem 34 m hohem Turm unten im Schatten sitzen, es gibt viel zu wenig Grünfläche, in Wien wird jeder cm2 zubetoniert, die Freiraumkennwerte sind ein schlechter Witz. Von dem, was Architekten jetzt planen, kann man nur entsetzt sein, so auch im Viertel Zwei. Wir haben über 180 Unterschriften gesammelt gegen diesen Bau und niemand hat sich die Mühe gemacht, diese zu beachten. Fassungslos!

Frage/Statement: die Bürgerinitiative, die sich hier konstruktiv Gedanken gemacht hat, wie man Verbesserungen zu diesem Bau einbringen kann, wurde nicht mit einbezogen. Ok. Wir waren wahrscheinlich zu spät dran, aber es ist sehr schade, denn unsere Argumente wären auch für die Architekten und für die Bauträger interessant gewesen, sofern Wohnungen entstehen sollen, mit denen diejenigen, die drin wohnen sollen und die Anrainer zufrieden sind. Jetzt ist es so, dass uns etwas vor die Nase gestellt wird, mit dem wir dann zurechtkommen müssen.
Antwort von Frau Lichtenegger: Ja, das ist schade, dass die Bürgerbeteiligung hier zu spät kam. Aber wir sind sehr bemüht, die BürgerInnen in Bauprojekte mit einzubeziehen, wie man beim Nordbahnhofgelände sieht. Aber bei der Gestaltung des Elderschplatzes als nahegelegener Grünbereich, können Sie sich dann bestimmt einbringen.
Antwort von Herrn Noske: Außerdem gab es bereits 2012? den Architekturwettbewerb, es gab eine Ausstellung im Sozialbau, wo Info geflossen ist, eine Möglichkeit bei der MA 21 Stellungnahmen einzubringen.
Leider konnte ich, als Anrainerin der Migra, nicht mehr zu Wort kommen. Denn: ich habe weder vom Architekturwettbewerb, noch von der Ausstellung im Sozialraum etwas erfahren können. Und die Stellungnahme bei der MA 21 (worüber ich per Postkarte informiert wurde), scheint eher ein Beschäftigungsprojekt für engagierte Bürger zu sein, um diese mundtot zu machen. Denn berücksichtigt wurden die Forderungen, die wir hier gestellt haben, in keinster Weise. Nicht mal Auskunft darüber, was damit passiert ist, erhält man von der MA 21 – aus Datenschutzgründen.

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