Wohnen in Wien – Wer kann sich das noch leisten?

von Katrin – Die Wiener Mietpreise steigen immer weiter, kein Ende in Sicht. Im Vergleich zur Inflation sind die Mieten geradezu explodiert – die Situation ist dramatisch, denn Wohnen ist bekanntermaßen ein lebensnotwendiges Bedürfnis.

Skandalös ist die Lage vor allem am privaten Mietmarkt. Wer keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung hat und sich den Anteil für eine Genossenschaftswohnung nicht leisten kann, ist auf den freien Markt angewiesen. Hier liegen die Kosten bei Neuvermietung derzeit rund 40% höher als im Gemeindebau.

Siehe dazu die AK-Analyse einer neuen Auswertung der Statistik Austria:

Link zur Analyse der AK

Was fällt den etablierten Politikern dazu ein?

Aufhorchen ließ jüngst der Sozialsprecher der NEOs, Gerald Loacker.

Er ortet einen „überzogenen Mieterschutz“ und fordert, dass unbefristete Mietverträge seitens des Vermieters innerhalb von 12 Monaten ohne Angabe von Gründen (!) kündbar sein sollen.

Da bleibt einem doch die Spucke weg. Nutznießer wären ganz offensichtlich einzig die Vermieter, die ihre Wohnungen quasi im Jahresrhythmus immer teurer vermieten könnten.

Auf der Strecke bleiben die Mieter, denn ein Umzug bedeutet immer auch, dass die hohen Maklergebühren irgendwie aufgebracht werden müssen.

Während die AK vernünftigerweise die gänzliche Abschaffung der Befristungen fordert, haben die Immobilientreuhänder eine andere Idee: sie wünschen sich Befristungen auch im sozialen Wohnbau sowie – das lasse man sich auf der Zunge zergehen – die Anpassung der Mieten im sozialen Wohnbau an das Marktniveau!

Dazu ein „Standard“-Artikel:

Link zum Standard-Artikel

Der hemmungslosen Unverschämtheit derer, die vom unregulierten Wohnungsmarkt profitieren, muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!

Wohnen darf keine Ware sein!

(Beitragsbild: http://www.wz.de)

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